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X  Wir wollen keine Schweinefabrik!!!  X

 

Die geplante Schweinefabrik vor den Toren Kunraus hat eine Region wachgerüttelt.

 

 Unsere Bevölkerung ist empört über die Skrupellosigkeit, gleich neben der Jeetzequelle, am Rande des Heidauer Forst und unmittelbar am Naturpark Drömling  eine Schweinefabrik zu errichten, die der Natur, der Luft, dem Grundwasser, dem Oberflächenwasser, dem Tierschutz, der Gesundheit, dem Arbeitsmarkt, den Kommunen nicht nutzen wird, im Gegenteil die zu erwartenden Schäden für Mensch und Natur sind offensichtlich und immens.

 


 

                                           

Kunrau den 09.05. 2012

Liebe Freunde und Nachbarn, liebe Mitstreiter im Kampf für die Erhaltung der Lebensqualität in unseren Dörfern!

 

Nachdem wir ein Jahr lang Ruhe hatten vor den Plänen der Bentheimer Schweinefabrikanten, müssen wir uns erneuet für unsere Heimatdörfer einsetzen.

Zur Erinnerung: Unmittelbar vor dem geplanten Termin der Erörterung ihrer Pläne hatten die Antragsteller ihr Vorhaben zurückgezogen, um „ wesentliche Änderungen des Antragsgegenstandes“ vorzunehmen. Seit dem vergangen Herbst liegt nun der angeblich wesentlich geänderte Antrag vor. Weil die Antragsteller aber nach mehr als zwei Jahren Laufzeit des Verfahrens immer noch nicht in der Lage waren, vollständige Unterlagen einzureichen, konnte das Landesverwaltungsamt erst jetzt die öffentliche Bekanntmachung vornehmen, also die Unterlagen öffentlich auslegen.

Sie können jetzt

 

vom 25. April bis 24. Mai 2012 im Klötzer Rathaus, Zimmer 214

zu den normalen Öffnungszeiten (Mittwoch nur  Vormittag)

eingesehen werden.

 

Dann haben wir noch bis zum 7. Juni Zeit, Einwendungen einzureichen, in denen wir auf die Unzulässigkeit des Vorhabens hinweisen können.

 

Für den 26. Juni 2012, 10:00 Uhr, ist dann im Schloss Kunrau der Erörterungstermin geplant.

 

Wie schon im vergangen Jahr werden wir auch diesmal wieder beim Verfassen und Versenden von Einwendungen behilflich sein. Dafür stehen Vertreter unserer Gruppe an den folgenden Tagen im Schloss zur Verfügung.

 

Samstag, den     12. 05. 2012,   09.00 – 13.00 Uhr

Mittwoch, den   16. 05. 2012,   15.00 – 18.00 Uhr

Samstag, den     19. 05. 2012,   09.00 – 13.00 Uhr

Mittwoch, den   23. 05. 2012,   15.00 – 18.00 Uhr

Samstag, den     26. 05. 2012,   09.00 – 13.00 Uhr

 

BUND-Ortsgruppe Kunrau

 

 

Unter der Gürtellinie

Kunrau, den 20.01.2012

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Unter der Überschrift  „Weit unter der Gürtellinie platziert“ berichtet die Altmarkzeitung  am 20.01.2012 auf Seite 3 aus der Hauptausschusssitzung in Klötze. Aus diesem Grund hat Günter Zogbaum, zwei Leserbriefe an Altmark Zeitung und Volksstimme verfasst und abgeschickt. Klicken sie auf Leserbriefe um den Link zu öffnen und die beiden Briefe zu lesen.

 

Leserbriefe

 

Hier gibt es einen Vordruck für Einwendungen


 

BUND – Landesverband Sachsen - Anhalt e.V.

Ortsgruppe Kunrau

Kunrau, den 10.01.2012

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

Liebe Nachbarn und Freunde!

 

Zum neuen Jahr, das eben begonnen hat, sendet Euch die BUND-Ortsgruppe die allerbesten Grüße. Wie schon 2011 wollen wir auch in diesem Jahr unseren Teil dazu tun, dass es ein erfolgreiches werde, um unsere engere Heimat vor der Invasion der Bentheimer Schweinefabrikanten zu schützen.

Ein neuer Antrag auf Genehmigung einer Schweinemastanlage liegt inzwischen vor. Allerdings ist eine öffentliche Auslegung noch nicht anberaumt. Noch können wir also keine Einwendungen formulieren, denn es sind noch  Änderungen oder Ergänzungen möglich.

Schon jetzt aber möchten wir alle Interessenten einladen, sich mit uns an der Badeanstalt in Kunrau zu einem kleinen Plausch zu treffen. Für Glühwein, Kaffee, Tee usw. ist gesorgt. Als Gäste erwarten wir u.a. das Mitglied des Bundestages Undine Kurth, Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalt des BUND, sowie den Landesgeschäftsführer Oliver Wendenkampf.

Wir treffen uns am

Samstag, 14.01.2012

um 14.00 Uhr

an unserer Badeanstalt in Kunrau !

Darum möchten wir auf diesem Wege alle Interessierten aufmerksam machen und um möglichst zahlreiche Teilnahme bitten.

Die Ortsgruppe Kunrau des BUND


Pressemitteilung der BUND-Ortsgruppe Kunrau

An Altmarkzeitung und Volksstimme am 12.10.2011

 

Neuigkeiten in Sachen Schweinemast –

Information der BUND-Ortsgruppe Kunrau

 

Kunrau, den 12.10.2011

 

Nachdem am 09.06.2011, unmittelbar vor dem schon anberaumten Erörterungstermin, die „Kunrauer und Bentheimer Schweinemast GmbH & Co. KG“ einen Rückzieher machte und erklärte, den Antragsgegenstand in wesentlichen Punkten ändern zu wollen, kommt nun endlich wieder Bewegung in die Sache.

Am 30.08.2011 hat die gleiche Firma beim Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt einen neuen Antrag gestellt, der wie der alte auf Bau und Betrieb einer Schweinemastanlage mit 8250 Mastplätzen bei drei Durchgängen pro Jahr zielt. Die zugehörige Akte liegt der Stadt Klötze vor. Sie kann nach dem Umweltinformationsgesetz von interessierten Bürgern dort eingesehen werden.

Vertreter der BUND-Ortsgruppe Kunrau haben von diesem Recht bereits Gebrauch gemacht und dabei festgestellt, dass es sich offenbar um einen neuen Antrag, nicht um die Änderung oder Ergänzung des alten, handelt. Das  geht aus verschiedenen Teilen der Akte hervor.

Demzufolge ist zu anzunehmen, dass die Stadt Klötze zu einer erneuten „Stellungnahme der Gemeinde“, einer Entscheidung über das gemeindliche Einvernehmen also, aufgefordert worden ist.

Wir, die BUND-Ortsgruppe, werden nun zunächst die vorliegenden Materialien eingehend prüfen. Nach unseren bisherigen Feststellungen sind die am Antragsgegenstand vorgenommenen Änderungen minimal. Vor allem sind sie ganz sicher nicht geeignet, die Umweltverträglichkeit zu verbessern.

Die neuen Antragsunterlagen enthalten auch neue Prognosen für die Ausbreitung von Schall, Staub, Geruch usw.

Gegebenenfalls werden wir auch hier wieder das Plausibilitätsgutachten eines unabhängigen Sachverständigen einholen.

Die 1500 Unterzeichner unseres Aufrufs „Pro Schwimmbad – contra industrielle Mast“, die vielen Spender, welche mit ihrem  Engagement halfen, Gutachter- und Anwaltskosten aufzubringen, und alle Einwohner der umliegenden Ortschaften können sicher sein, dass wir ihre Interessen weiter mit voller Kraft vertreten werden.

Sobald wir die vorliegenden Unterlagen – es handelt sich immerhin um 690 Seiten – genau  durchgesehen haben, werden wir in einer neuen Informationsveranstaltung der Einwohnerschaft unsere Ergebnisse vorlegen.

 

BUND-Ortsgruppe Kunrau


 

Info zum Erörterungstermin

 


Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Landesverband Sachsen-anhalt e. V.

Ortsgruppe Kunrau

 

Kunrau, den 18.02.2011

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Das wollen wir:

Die Zeit ist reif!

In der „Volksstimme“  hat das Landesverwaltungsamt die öffentliche Auslegung der Antragsunterlagen der Bentheimer Schweinefabrikanten für die Zeit vom 23.02.2011 bis zum 22.03.2011 angekündigt. Ganz klein gedruckt, aber aufmerksamen Lesern ist es nicht entgangen. Schwein gehabt!

Jetzt wird es ernst!

Wir alle können und werden uns nun diese Unterlagen ansehen und unsere Meinung dazu in schriftlichen Einwendungen zu Protokoll geben.

Die Informationsveranstaltung am 28.02.2011 war ein voller Erfolg der Saal des Kunrauer Schlosses war bis auf den letzten Platz gefüllt Zeitungen und Fernsehen werden in den nächsten Tagen berichten. 

An diesem Abend hat die BUND-Ortsgruppe die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeit vorgestellt und das weitere Vorgehen mit den Bürgern besprochen sowie jedem Interessierten Rat und Hilfe angeboten.

 

Die Ortsgruppe Kunrau des BUND

 

Rede Günter Zogbaum:

 

                                 


 

Hier gibt es einen Vordruck für Einwendungen

 

Sollte jemand die Datei hier nicht geöffnet bekommen, kann er sich gerne bei mir melden ich sende dann den Vordruck als PDF oder MS Word zu.


Musterbrief


 

 

Öffentliche Bekanntmachung des Referates

Immissionsschutz, Chemikaliensicherheit, Gentechnik, Umweltverträglichkeitsprüfung zum Antrag der Kunrauer und Bad Bentheimer Schweinemast GmbH & Co. KG in 48455 Bad Bentheim auf Erteilung einer Genehmigung nach § 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetz es zur Errichtung und zum Betrieb einer Anlage zum Halten von Schweinen in 38486 Klötze, OT Kunrau, Altmarkkreis Salzwedel

 

Die Kunrauer und Bad Bentheimer Schweinemast GmbH & Co. KG in 48455 Bad Bentheim beantragte beim Landesverwaltungsamt die Erteilung einer Genehmigung nach § 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) zur Errichtung und zum Betrieb einer Anlage zum Halten von 8.250 Mastschweinen. die Errichtung von zwei Güllebehältern ( je 3.991m)mit Gülleabfüllplatz, zwei Vorgruben, acht Futtersilos, das Aufstellen eines  Kadavercontainers, die Einrichtung von Sanitär- und Sozialbereichen sowie das Aufstellen von zwei Flüssiggastanks (je 5.100l)( Anlage nach Nr. 7.1.g) Spalte1, nach Nr.9.1.b) Spalte 2 und nach Nr.9.36 Spalte 2 des Anhanges zur Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen -4. BImSchV)

 

Auf dem Grundstück in 38486 Klötze, OT Kunrau

Gemarkung:  Kunrau

Flur:                 4

Flurstück:      12 /1

 

Die Anlage soll entsprechend dem Antrag im IV. Quartal 2011 in Betrieb genommen werden.

Unselbständiger Bestandteil des Genehmigungsverfahrens ist die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung.

 

Der Antrag und die dazugehörigen Unterlagen liegen in der Zeit vom

 23.02.2011 bis einschließlich 22.03.2011

 

Bei folgenden Behörden aus und können zu den angegeben Werktagen und Zeiten eingesehen werden:

 

1.    Stadt Klötze    

           Bauamt, Zimmer 218

           Schulplatz 1 

           38486 Klötze

 

 

Mo.     von   09:00 bis 12:00 Uhr und

            von  14:00 bis 16:00 Uhr

Di.       von  09:00 bis 12:00 Uhr und

            von  14:00 bis 18:00 Uhr

Mi.       von  09:00 bis 12:00 Uhr

Do.      von  09:00 bis 12:00 Uhr und

                  von  14:00 bis 16:00 Uhr

Fr.       von  09:00 bis 12:00 Uhr

 

 

2.      Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt

Raum N 212

Dessauer Str. 70,

06118 Halle (Salle)

 

 

Mo.- Do.         von   08:00 bis 16:00 Uhr

Fr. und vor gesetzlichen           

      Feiertagen      von  08:00 bis 13:00 Uhr

 

 

Einwendungen gegen das Vorhaben können schriftlich in der Zeit vom:

  23.02.2011 bis einschließlich 05.04.2011

 

Bei der Genehmigungsbehörde (Landesverwaltungsamt) oder bei der Stelle erhoben werden, bei  der Antrag und Unterlagen zur Einsicht ausliegen.

 

 Stadt Klötze

     Bauamt, Zimmer 218

     Schulplatz 1

     38486 Klötze

 

Mit Ablauf der Einwendungsfrist sind alle Einwendungen ausgeschlossen, die nicht auf besonderen privatrechtlichen Titeln beruhen.

 

 

Einwendungen sollen neben Vor- und Familiennamen ach die volle und leserliche Anschrift des Einwenders enthalten. Aus den Einwendungen muss erkennbar sein, weshalb das Vorhaben für unzulässig gehalten wird. Die Einwendungen werden der Antragstellerin bekannt gegeben . Auf Verlangen des Einwenders werden dessen Name und Anschrift unkenntlich gemacht, soweit die Angaben nicht zur Beurteilung des Inhaltes der Einwendung erforderlich sind.

 

Sofern frist- und formgerechte Einwendungen vorliegen, können diese in einem öffentlichen Erörterungstermin stattfinden am 14.06.2011 mit den Einwendern und Antragstellerin erörtert werden.

 

 

Beginn der Erörterung: 10:00 Uhr

Ort der Erörterung     Stadt Klötze

                                       Außenstelle Kunrau

                                       (Schloss Kunrau) 

                                       Am Park 2

                                       38486 Klötze, OT Kunrau

 

Die Entscheidung der Genehmigungsbehörde,  ob ein Erörterungstermin stattfindet, wird nach Ablauf der Genehmigungsfrist getroffen und öffentlich bekannt gemacht.

 

Bei Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftenlisten unterzeichnet oder in Form vervielfältigter gleichlautender Texte eingereicht werden(gleichförmige Eingaben), gilt für das Verfahren derjenige Unterzeichner als Vertreter der übrigen Einwender, der darin mit seinem Namen, seinem Beruf und seiner Anschrift als Vertreter bezeichnet ist, soweit er nicht von ihnen als Bevollmächtigter bestellt worden ist. Vertreter kann nur eine natürliche Person sein. Gleichförmige Einwendungen, die die vorgenanten Angaben nicht deutlich sichtbar auf jeder mit einer Unterschrift versehen Seite enthalten, können unberücksichtigt bleiben.

 

Es wird darauf hingewiesen, das die Zustellung der Entscheidung über die Einwendung durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen kann.

 


Leserbriefe :     


 

                              

10 Argumente gegen die gigantische Schweinemastanlage in Kunrau

 

1.  Eine Schweinefabrik für nahezu 25.000 Schweine auf engstem Raum soll zwischen Kunrau und Rappin errichtet und betrieben werden. Massentierhaltungen von diesem gigantischem Ausmaß haben überall auf der Welt zu Problemen geführt. Konflikte mit Mensch und Natur sind vorprogrammiert!

2.  Die Anlage soll am Rande des Naturpark Drömling, errichtet werden. Wertvolle, z.T. einmalige Biotope, Tiere und Pflanzen in unmittelbarer Nachbarschaft wären stark gefährdet.

3.  Aus den Schweineställen werden Ammoniakgase ausgestoßen werden, die unsere Wälder gefährden. Im Umkreis von 2 km werden die Ökosysteme zerstört. Die Jeetzequelle ist ca. 500 m von dieser Anlage entfernt.

4.  Die Gülle soll im Umkreis von 25 km verbracht werden. Mit ihr gelangen nicht nur organischer Dünger auf die Felder, sondern auch Keime, Antibiotika, Desinfektionsmittel und andere Abfälle aus der Massentierhaltung. Unsere Gegend würde  eine einzige Deponie werden.

5.  Ammoniakemissionen und die großflächige Gülleverbringung stellen Gefahren für das Schutzgut Grundwasser dar.     

6.  Der Investor verspricht die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Es steht dagegen fest, daß mehr Arbeitsplätze in den kleinen bäuerlichen Betrieben durch die Großanlage vernichtet würden als neue entständen.

7.  Die Schweine werden in Anlagen dieses enormen Ausmaßes auf unwürdige Weise gehalten. Angesichts wachsender Skepsis gegenüber der Massentierhaltung ist die Errichtung einer solchen Industriemastanlage ein ethischer Rückschritt.

8.  Während bei kleineren Umweltvergehen durch Privatpersonen, das Recht konsequent angewandt wird, entsteht der Eindruck, daß bei Großinvestoren die Gesetze möglichst weit gedehnt werden. Auf solche Weise droht dem Bürger das Verständnis für die Anliegen des Umweltschutzes und das Vertrauen auf einen unparteiischen Gesetzgeber verloren zu gehen.  

9.  Für den wirtschaftlichen Nutzen einiger Wenige darf das Allgemeinwohl nicht geopfert werden. Die Erhaltung gesunder und wertvoller Lebensräume, die allen dient, muss deswegen Vorrang haben.

10. Unsere Gegend entwickelt sich seit mehreren Jahren zu einem Landschaft- und Erholungsgebiet. Der Drömling zählt zu den größten Feuchtgebieten Europas.  Jeetze und Drömling sind ausgewiesene Vogelschutzgebiete. 

Unsere Heimat hat mehr verdient als einen gigantischen Schweinestall!

 


 

Direkte Auswirkungen auf den Menschen 

Gülle ist ein tierisches Abfallprodukt. Soweit ist jeder auf dem Laufenden. Aber weiß auch jeder, was in Gülle enthalten ist?

Wenn die Gülle auf die Felder verbracht wird, dann werden Nitrate, Antibiotika, Keime und Erreger in den Boden gelangen. Nitrate versickern und können das Grundwasser verunreinigen. Damit besteht die Gefahr, dass Nitrate-Gifte-Erreger über Brunnen in das Trinkwasser gelangen. 

Die Ursache für gesundheitliche Risiken liegt in der Gefahr einer Reduktion des Nitrats zu Nitrit und der Bildung von krebserregenden Nitroaminsäure. Eine solche Umwandlung findet zum einen im Darm durch entsprechende Bakterien statt, zum anderen können auch die Speicheldrüsen über den Blutweg angeschwemmtes Nitrat reduzieren. Die Darmflora des Säuglings kann Nitrit bildende Bakterien enthalten. Das entstehende Nitrit oxidiert das Hämoglobin zu Methämoglobin, welches der Säugling aufgrund seiner noch nicht ausgereiften Reduktionskapazität nicht wieder zu Hämoglobin rückreduzieren kann, so dass der Säugling von innen erstickt. Auch bei Wiederkäuern besteht durch Nitratreduktion im Pansen eine akute Gefahr der Nitritbildung. Hier werden sogar Nitratkonzentrationen über 20 mg/l im Trinkwasser als schädlich betrachtet. 

Penetranter Güllegestank wird uns den Aufenthalt im Freien vermiesen. Ganze Landstriche liegen wochenlang unter einer Gülleglocke. Nach jedem Spaziergang hatte man die Wahl, seine ammoniakgetränkte Kleidung entweder in die Waschmaschine zu stecken oder gleich zu entsorgen.

In die Lage der Tiere, die unter Massentierhaltung leben müssen, möchte sich sicherlich niemand versetzen. Hierzu haben wir alle schon Beiträge in den Medien verfolgt und verständnislos mit dem Kopf geschüttelt. Eine solche Massentierhaltung ist aus Tier- und Verbraucherschutzperspektive nicht mehr zeitgemäß. Unvorstellbar, dass wir solche Bedingungen vor unserer Haustür haben sollen!

Die Bewohner der Anliegergemeinden werden leiden! Im schlimmsten Fall werden auf Grund des ständigen Güllegestankes die Häuser und Wohnungen wertgemindert. Dazu kommt, dass sie Tag und Nacht stinkende Luft atmen müssen!

Nicht nur die Luft, sondern auch der Boden wird reichlich mit nitrat- und antibiotikahaltiger Gülle verseucht und zwar so intensiv, dass Bakterien in güllegetränkten Böden bereits Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben. Da Bakterien Spezialisten für den Austausch von Genen sind, ist zu befürchten, dass der Boden zu einer Brutstätte superinfektiöser Bakterienstämme degeneriert. Zweifellos ist die intensive Fäkalienwirtschaft eine wirklich bedrohliche und keine medienwirksam heraufbeschworene Umweltkatastrophe.

 


 

Etwa 200 Millionen Schweine werden jährlich in Europa „produziert“.
Die Bedingungen unter denen die Tiere gehalten werden sind einfach nur grauenvoll!
Sie vegetieren auf engstem Platz, ohne Licht und auf kalten Beton- oder Eisenböden. Den Ferkeln werden wenige Tage nach der Geburt ohne Narkose die Hoden entfernt, die Schwänzchen kupiert und die Eckzähne gekappt, als Vorbereitung zur Turbomast und damit sie sich in ihrer Verzweiflung nicht gegenseitig anfressen. Die Zuchtsauen stehen in Kastenständen angebunden und können sich noch nicht einmal drehen.
“Stehsärge“ bezeichnet Elke Heidenreich dies sehr treffend.
Ständig atmen sie ihren eigenen bestialischen Ammoniakgeruch ein. Kein Wesen liegt gern in seiner eigenen Scheisse. Sie liegen sich wund und haben Verletzungen an den Klauen bedingt durch die Spaltböden auf denen sie stehen müssen. Die äußerst sensiblen, intelligenten, neugierigen und bewegungsfreudigen Tiere vegetieren in endloser Monotonie dahin bis zum Tag ihrer Schlachtung.
Sie fristen ein Dasein welches entwürdigender und qualvoller kaum sein könnte.
Die meisten Menschen wollen von diesem Elend nichts wissen. Doch viele Menschen finden es ethisch und moralisch schon lange nicht mehr vertretbar was mit Wehrlosen geschieht und fühlen sich verpflichtet die Stimme zu erheben, für die die es nicht für sich selber tun können.


 

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